Chronik der SG 1928 Frankfurt am Main

1928 Gründung   

Im Jahr der Olympischen Spiele in Amsterdam versammeln sich im April etwa 70 Straßenbahner im  traditionsreichen Sportlokal "Zum dicken Fritz" im Stadtteil Bornheim in der Mainkurstraße, um eine  Sportabteilung zu gründen. Der "Straßenbahner-Sportverein" wird ins Leben gerufen! Nach der Wahl des Vorstandes wird in der nächsten Versammlung bekanntgegenben, das der Verein dem DEUTSCHEN FUSSBALLBUND angehört. Die Zahl der Mitglieder wächst im Gründungsjahr rasch auf 120 Mitglieder an.Der Fußballverein erhält die Teilnahme an Meisterschaftsspielen in der B-Klasse. Die Heimspiele werden auf   dem Sportplatz "Seckbacher Landstraße" (Hertha-Platz) ausgetragen.

1931   

Erringung der ersten Meisterschaft und Aufstieg in die A-Klasse.  (Da sind wir heut noch...KONTINUITÄT!!)


1933  

Im Jahr des politischen Umbruchs in Deutschland werden in Frankfurt am Main die Fußballvereine umgegliedert; der "Straßenbahner-Sportverein" setzt die Meisterschaftsspiele in der neu gegründeten 2. Kreisklasse fort.


1934   

Während Deutschland bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Italien den 3. Platz belegt, gewinnt unser  Fußballverein die 2. Meisterschaft und rückt in die 1.Kreisklasse auf.


1935   

Vom 11. bis 14. Mai weilt die 1. Mannschaft bei den Sportfreunden in Nürnberg.


1936  

Im September verbringen die Fußballer mit Anhang erlebnisreiche Tage in Düsseldorf.


1937   

Unter dem Einfluß der politischen Verhältnisse in Deutschland wird der Verein in einen "Werkssportverein" umgenannt.


1938  

König Fußball richtet seine Weltmeisterschaft in Frankreich aus. Im Januar erhält der Verein wieder einen neuen  Namen; er nennt sich "Betriebssportgemeindehaft Städtischer Betriebe, Abteilung Straßenbahn". Die Abteilung wird unter dem Wettkampfwart (früher Vereinsführer)

KARL STEINHEIMER selbständig weitergeführt.   

Von den Gründungsmitgliedern halten dem Verein im Jahr des 10jährigen Bestehens noch 17 die Treue!


1939  

Die letzten Spiele vor Ausbruch des 2. Weltkrieges  


1939 - 1949  

Bis in die anschließende Nachkriegszeit ruht der Spielbetrieb.


1950   

Ein paar junge Mitglieder finden wieder Freude am Fußballspielen und wecken den Verein langsam aus dem   Dornröschenschlaf.  

In den Straßenbahnbetriebsbahnhöfen "Gutleut" und "Sachsenhausen" werden die ersten Sportabteilungen   gegründet. Weitere Betriebsbahnhöfe folgen dem Beispiel.   

Zunächst werden nur Freundschaftsspiele ausgetragen.

Mit Teilnahme an den Spielen um den "Esso - Pokal" des   Hessischen Firmen- und Behördensports bekommt der Spielbetrieb in den Sportabteilungen weiteren Auftrieb.  

Der Sportabteilung "Gutleut" gelingt sogar der Einzug in das Pokalfinale, scheitert jedoch nach packendem Kampf.

Dieser Erfolg löst eine noch größere Sportbegeisterung unter den Straßenbahnern aus, so daß sich  nunmehr in allen Betriebsbahnhöfen Sportabteilungen gründen.


1952   

Um den Spielbetrieb der Sportabteilungen der Betriebsbahnhöfe sowie den anderen städtischen Mannschaften   größeren Anreiz zu geben, stiftet der Oberbürgermeister Dr. h. c. Walter Kolb einen Ehrenpreis, der von der Sportabteilung "Sachsenhausen" gewonnen wird.


1953


(25 jähriges Jubiläum)   Derselbe Oberbürgermeister stiftet einen neuen Stadtpokal.

Die Sportbegeisterung in verschiedenen   Betriebsbahnhöfen vergrößert sich immer mehr.

"Gutleut und "Bornheim" spielen bereits mit 2 Mannschaften, 

"Sachsenhausen" sogar mit 3 Mannschaften und einer Altherren-Mannschaft.   

Dennoch, an eine gemeinsame Vereinsführung ist noch nicht zu denken.   

Im März kommt der allseits beliebte und verehrte Direktor bei der Straßenbahn, PAUL KIRCHHOFF, durch einen tragischen Unglücksfall ums Leben. Um sich seiner stets zu erinnern, stiften die Sportler der Betriebsbahnhöfe den "PAUL-KIRCHHOF-GEDÄCHTNISWANDERPOKAL", der alljährlich unter den Betriebssportabteilungen ausgespielt wird.  

Die Sportabteilung "Gutleut" faßt den Mut und gründet den "Sportclub 1928" als Nachfolger des Straßenbahner-Sportvereins.

Die Mannschaft wird zur B-Klasse zugeteilt; der Erfolg blieb jedoch aus.   

Die übrigen Sportabteilungen vereinigen sich zu Auswahlmannschaften und tragen nur Freundschaftsspiele aus.   

Dabei vertiefen sie alte Freundschaften durch Wettkampfspiele gegen "SSV Kassel" in Frankfurt am Main und gegen "Elektra 1925" in Nürnbergs alter Kampfstätte "Noris".


1954   

Während Deutschland sich anschickt, in der Schweiz erstmals die Fußball-Weltmeisterschaft zu gewinnen, beginnen die ersten Verhandlungen über einen Zusammenschluß aller Sportabteilungen.

Im August wird endlich Einigung darüber erzielt, daß nur eine geschlossene Gemeinschaft in einem Verein den lange gewünschten Erfolg verspricht.  

Am 10. September finden sich im "Homburger Hof" im Stadtteil Eckenheim an die 150 Mitglieder ein und beschließen unter persönlicher Mitwirkung des damaligen Vertreters der Betriebsbahnhöfe, dem langjährigen Vereinsvorsitzenden Horst Wilke, dem Verein den neuen Namen "Sportgemeinschaft 1928" zu geben. Direktor Dr. jur. Stein wird dabei zum 1. Vorsitzenden gewählt.


1955   

Die Sportgemeinschaft 1928 beginnt die ersten Meisterschaftsspiele in der B-Klasse auf dem neuen  Heimatgelände "Ackermannwiese" an der Sondershausenstraße im Gallusviertel.  

Bedingt durch den erst im Jahr 1954 erfolgten Zusammenschluß feiert die Sportgemeinschaft 1928 unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister WALTER KOLB mit zweijähriger Verspätung im Juni das 25jährige Vereinsjubiläum.   

Die akademische Feier mit anschließendem Ball findet im Clubhaus in Heddernheim statt.   

An den sportlichen Veranstaltungen auf dem Rosegger-Sportplatz an der Eschenheimer Landstraße nehmen befreundete Mannschaften aus Heidelberg, Mannheim, Nürnberg und Offenbach teil.


1956   

Olympische Sommerspiele in Melbourne/Australien.  

Dem Verein gelingt es, das Interesse der Jugend am Fußballsport zu wecken; die erste Jugendgruppe wird aufgestellt.   


1957   


Gründung der Tischtennis-Abteilung.


1958 


Der unbekannte Fußballspieler Franz Beckenbauer belegt mit der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Schweden den 4.Platz. 

Die 1.Mannschaft scheitert im abgelaufenen Spieljahr 1957/58 nur knapp an der Meisterschaft und belegt den undankbaren 2.Platz.   

Die 2.Mannschaft dagegen erringt die Meisterschaft in der B-Klasse.

Am 17.Mai findet die Feier der "SG 1928"  zum 30jährigen Jubiläum im Casino-Saal des Rathaus-Sozialbaues statt.

Die Festrede wird von DIREKTOR  DR.STEIN vorgetragen.

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung wird der Wettbewerb um den "Hermann-Essig-  Gedächtnispokal" des DEUTSCHEN SPORTRING FÜR VERKEHRSBETRIEBE ausgetragen.

Die SG 1928  gewinnt das Halbfinalspiel gegen Mannheim mit 2 :0 und fährt zum Endspiel nach Stuttgart.


1959   

Auch die Damen wollen sich sportlich betätigen; sie gründen einen Kegelclub.  


1961   


Am 7.Mai findet das erste "Straßenbahner-Sportfest" statt, das auf Initiative unseres langjährigen  Vereinsmitgliedes und Stadtwerkers HERMANN SATTLER in´s Leben gerufen wird.  

Die Betriebssportler sämtlicher Sportarten werden nunmehr einmal im Jahr zusammen kommen und Sportliche Wettkämpfe austragen. 


 1967   


Gründung der Handballabteilung


1968   


Am 25.Mai findet anläßlich des 40jährigen Bestehens der "SG 1928" unter der Schirmherrschaft von DIREKTOR OESTERLING in der Turnhalle in Griesheim eine Feierstunde statt.

Befreundete Vereine aus Kassel, Pfortzheim und Würzburg überbringen Glückwünsche und Erinnerungsgeschenke.


1971   


Während sich der große Frankfurter Bundesligaverein "Eintracht Frankfurt" mit großer Mühe vor dem Abstieg rettet( hatten also schon damals das Problem), erreicht die Fußballabteilung den größten Erfolg seit 1934 (!).

Die 1.Mannschaft gewinnt als Außenseiter unter dem in seinem ersten Spieljahr tätigen Spielertrainer HELMUT SCHICKEDANZ die Meisterschaft der B-Klasse des Kreises Frankfurt - Gruppe West und steigt in die A-Klasse auf.


1978


(50 jähriges Jubiläum)  

Die Gründungsmitglieder JOSEF GÄRTNER; WILLI RITZEL und FRITZ HESSLER feiern mit den Mitgliedern und Freunden des Vereins das 50jährige Jubiläum.

Die Schirmherrschaft wurde von dem 1.Betriebsleiter der Stadtwerke Frankfurt am Main, Stadtrat KRULL, übernommen.   

Der erweiterte Vorstand der SG 1928 im Jubiläumsjahr : WERNER GÄRTNER, HORST FREI,EBERHARDT MAYER, HERMAN HAU, HORST STRAUCH, HANNS,WERNER ALLERS, WALTER DESOI, HORST WILKE, RENATE ALLERS, HORST KNACK, EKHARD   DEUTSCHER,WALTER GRIMM, WILLI ROTHBART, GEORG SOMMER.


1981

 

Bau eines vereinseigenen Clubheims auf der städtischen Sportanlage Ackermannwiese.   

1983  


Modernisierung und Erweiterung der vereinseigenen "Flutlichtanlage" auf der Sportanlage.   

1986  


Erweiterung und Ausbau des vereinseigenen Clubheimes auf der Ackermannwiese. Gründung einer Damen-Gymnastikabteilung.  


1988  


60jähriges Vereinsjubiläum, verbunden mit der Ausrichtung der Jahreskonferenz des Sportringes der Vereine von Verkehrs- und Versorgungsbetrieben.  


1995   


Beginn des Wiederaufbaus der Fussballjugend durch Erna Kleinhenz und Willi Fritschi.  


2000  


Für unsere "Kleinsten" (2 - 5 Jährigen) wird das Kinderturnen eingeführt.   

Sepp Herberger Preis für die erfolgreiche Jugendarbeit der SG 1928 Fussball Jugend.



2003


(75 jähriges Jubiläum)   

Der Verein feiert in diesem Jahr sein 75 jähriges Jubiläum.

Im April, dem Gründungsmonat wird eine Jubiläumsveranstaltung für die Mitglieder organisiert.  

Im Oktober ist die SG 1928 Ausrichter für die Sportring Konferenz.

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